
V.l.n.r.: Dr. Alexandra Skorupa, Leiterin Medical Affairs für Radioligandentherapie bei Novartis Pharma GmbH, Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister Halle (Saale), Tino Sorge, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Manfred Heinzer, Vorsitzender der Geschäftsführung Novartis Deutschland, Sven Schulze, Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt, Katja Pähle, MdL Sachsen Anhalt, Dr. Robert Franke, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) Sachsen-Anhalt
Novartis investiert in Standort in Halle (Saale)
Halle (Saale). Novartis Deutschland hat sich für einen Standort zur Produktion von Radioligandentherapien in Halle (Saale) entschieden. Die Radioligandentherapie (RLT) gilt als Schlüsseltechnologie in der Onkologie.
Patientien mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen benötigen dringend Therapien, die sowohl wirksam als auch gut verträglich sind. RLT kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um dieser medizinischen Herausforderung zu begegnen. Novartis verfügt als einziges Unternehmen über zwei in Deutschland zugelassene Radioligandentherapien zur Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Darüber hinaus spielt die Radioligandentherapie als eine von drei strategischen Therapieplattformen eine zentrale Rolle im globalen Innovationsansatz von Novartis. Ziel ist es, das Anwendungsspektrum von RLT durch neue Isotope, Liganden und Kombinationstherapien auf weitere Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs auszuweiten.
Manfred Heinzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Novartis Deutschland, erklärt zur Investitionsentscheidung. „Deutschland verfügt über gewachsene Strukturen und exzellente Expertise im Bereich der Radioligandentherapie – ein klarer Standortvorteil in einem hochinnovativen Feld. Das Investment von Novartis an diesem Standort verdeutlicht: Wo Innovationen wertgeschätzt und gezielt gefördert werden, entstehen Investitionen, Wertschöpfung und Fortschritt.“
Die neue Novartis Anlage in Halle wird eine hochmoderne, halbautomatische Produktionslinie für die Herstellung einer Radioligandentherapie enthalten mit Erweiterungsmöglichkeiten für zusätzliche Fertigungsstrecken. Die geografische Lage des Standorts bietet logistische Vorteile durch die Nähe zum Flughafen Leipzig und zu bedeutenden nuklearmedizinischen Zentren in Mitteldeutschland sowie wie in Berlin.
Sven Schulze, Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten begrüßt die Entscheidung des Pharmaunternehmens: „Diese Investition unterstreicht das Potenzial unseres Landes als leistungsstarker Standort für Zukunftsbranchen. Forschung, Industrie und Versorgung greifen hier ideal ineinander – und schaffen so Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Perspektiven.“
Bei der Radioligandentherapie handelt es sich um eine Präzisionskrebsbehandlung, bei der ein zielgerichtetes Biomolekül (Ligand) mit einem Radionuklid kombiniert wird. Nach der Verabreichung in die Blutbahn bindet der Ligand an die Zielzelle, die eine bestimmte Zielstruktur ausbildet. Das Radionuklid kann die Zielzellen schädigen und ihre Fähigkeit, sich zu replizieren, beeinträchtigen, sowie zum Zelltod führen. Dabei soll die Radioligandentherapie das umliegende Gewebe so wenig wie möglich schädigen.
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