Copyright KfW-Bildarchiv : Alex Habermehl

Zu wenige KMU beschäftigen ausländische Fachkräfte

Published On: 23. September 2026Tags: ,

Berlin. Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor einem demografischen Wandel: Die Erwerbsbevölkerung schrumpft, während die Zahl der über 65-Jährigen deutlich steigt. Eine KfW-Studie belegt: Auch der Osten setzt deshalb auf ausländische Beschäftigte. 

Bis 2035 soll die Gruppe der 15- bis 64-Jährigen um rund 5 Millionen Personen zurückgehen. Gegenwärtig beklagen rund 14 Prozent der Industrieunternehmen Einschränkungen aufgrund fehlender Fachkräfte.

Laut einer Sonderbefragung des KfW‑Mittelstandspanels beschäftigen erst 11,5 Prozent der KMU-Fachkräfte aus dem Ausland. Nahezu die Hälfte der Unternehmen sieht derzeit keinen Bedarf. Gut ein Zehntel verzichtet trotz bestehender Engpässe auf internationale Rekrutierung. Größere Unternehmen sind dabei deutlich aktiver in der internationalen Fachkräftegewinnung. Die größten Hürden: Sprachbarrieren, bürokratische Verfahren und die Anerkennung ausländischer Qualifikationen.

Die regionalen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland fallen kaum ins Gewicht. Im Westen liegt der Anteil der Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen, bei 11,9 Prozent, im Osten bei 9,6 Prozent. Auch bei den Betrieben, die auf ausländische Fachkräfte verzichten, sind die Abweichungen laut KfW gering (Westen: 12,7 Prozent; Osten: 10,8 Prozent). Die Unterschiede resultieren vermutlich aus dem höheren Anteil größerer KMU im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor im Westen. Ostdeutsche Regionen vor allem in ländlichen Räumen stehen vor der zusätzlichen Herausforderung, eine entsprechende Attraktivität für internationale Arbeitskräfte zu entwickeln.

Mail Icon

Newsletter

Immer die neuesten Nachrichten im Postfach.