Foto Matthias Salm

Ideen für mehr Tourismus in Südwestsachsen

Published On: 15. September 2026Tags: , , , , ,

Dresden. Die sächsische Tourismusministerin Barbara Klepsch hat Ideen für die Zukunft des Tourismus in Südwestsachsen vorgestellt, Fünf Ideen aus dem Bereich Tourismus exemplarisch vorgestellt:

„Unsere Vision für Südwestsachsen ist es, das Erzgebirge, das Vogtland sowie die Region Chemnitz-Zwickau als eine enge, grenzüberschreitende Reise- und Erlebnisregion im Herzen Europas zu etablieren. Wir sind dabei schon auf einem sehr guten Weg, denn Südwestsachsen verfügt über zahlreiche touristische und kulturelle Projekte mit großer Strahlkraft – vom Sonnenlandpark, Aqua Marien und der Fichtelbergbahn bis hin zum Theater Plauen -Zwickau und zum August-Horch-Museum. Besonders wichtig ist die Wirkung in die Fläche, welche uns Orte wie Oberwiesenthal, Eibenstock und Marienberg zeigen. Mit dem Masterplan Südwestsachsen wollen wir gemeinsam die Region noch weiter voranbringen“, sagt Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Im Rahmen des Masterplan-Prozesses für Chemnitz und Südwestsachsen sind nach Angaben des Regionalkonvents bis Ende August insgesamt 120 Projektideen zusammengetragen worden. Fünf Ideen aus dem Bereich Tourismus zeigen exemplarisch, welches Potenzial in der Region steckt.

Ein Skisport- und Eventzentrum auf dem Fichtelberg: In enger Partnerschaft zwischen der Privatwirtschaft und dem Deutschen Skiverband soll ein hochmodernes Zentrum inklusive Museum entstehen. Dieses Projekt birgt die große Chance, Oberwiesenthal und die gesamte sächsische Mittelgebirgsregion überregional und weit über unsere Grenzen hinaus noch stärker als attraktive Ganzjahresdestination sichtbar zu machen.

Die Weiterentwicklung des Areals rund um die Göltzschtalbrücke im Vogtland:
Als größte Ziegelsteinbrücke der Welt besitzt sie eine enorme identitätsstiftende Kraft für die Menschen in der Region. Hier liegt bereits eine fundierte Machbarkeitsstudie vor.
Ziel ist es, dieses einzigartige Denkmal und sein Umfeld zu einem ganzheitlichen Erlebnisraum aufzuwerten. Es soll touristisch entwickelt werden, mit Gastronomie und Übernachtungsangeboten.

Innovationszentrum Tourismus an der Dualen Hochschule Sachsen in Breitenbrunn: Es soll ein lebendiger Wissens- und Praxiscluster, der die akademische Forschung direkt mit den Akteuren der Tourismuswirtschaft verzahnt, entstehen.

VitalRegion Erzgebirge/Vogtland 2030:
Das Projekt unterstreicht die Leuchtturmfunktion der Kur- und Erholungsorte. Mit diesem Projekt soll das Thema Gesundheitstourismus, ein wichtiges Standbein in Sachsen, vorangebracht werden.

BIKE Südwestsachsen 2.0: Schon heute erwirtschaftet der Radtourismus in Sachsen einen Bruttoumsatz von über 600 Millionen Euro jährlich und gibt knapp 12.000 Menschen Lohn und Brot. Auf Initiative der Wirtschaftsförderung Erzgebirge und zahlreicher regionaler Akteure aus dem Erzgebirge, dem Vogtland und der Chemnitz.Zwickau.Region wurde für die Bike-Region das Projekt BIKE Südwestsachsen 2.0 erarbeitet, um die Region zu einem führenden, grenzüberschreitenden Tourismus- und Bike-Cluster zu entwickeln.

Allein die Tourismusregion Erzgebirge verzeichnete im Jahr 2025 nach den Zahlen im Wirtschaftsfaktor Tourismus vier Millionen Übernachtungen (dwif). Damit belegt das Erzgebirge den dritten Platz bei den Übernachtungen nach Dresden und Leipzig im gesamten Freistaat Sachen.
Diese Beliebtheit generiert im Erzgebirge einen jährlichen touristischen Bruttoumsatz von ca. 935 Millionen Euro und sichert das Primäreinkommen für rund 20.000 Menschen vor Ort.

Ebenso erfolgreich präsentiert sich das sächsische Vogtland. Laut den Zahlen im Wirtschaftsfaktor Tourismus (dwif) wurden 2025 2,2 Millionen Übernachtungen im sächs. Vogtland verzeichnet. Dies führte zu einem Bruttoumsatz von ca. 356 Millionen Euro und sichert das Einkommen von knapp 9.000 Menschen.

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