Forschungsneubau für die TU Chemnitz
Chemnitz. Im neuen Forschungsbau der TU Chemnitz gibt es künftig zwei hochauflösende Transmissionselektronenmikroskope und eine Ionenfeinstrahlanlage, um tief in die Materie zu zoomen.
Diese Großgeräte sind von herausragender Bedeutung für die Materialforschung an der TU Chemnitz und werden durch die Fakultäten für Maschinenbau, Naturwissenschaften sowie Elektrotechnik und Informationstechnik genutzt.
Sachsens Finanzstaatssekretär Sebastian Hecht erklärt dazu: „Dieses Gebäude ist kein gewöhnlicher Neubau. Im Zentrum stehen hochsensible Transmissionselektronenmikroskope in speziell abgeschirmten Messräumen. Der gesamte Bau wurde auf diese Anforderungen ausgerichtet und schafft optimale Bedingungen für Spitzenforschung. Die EU und der Freistaat Sachsen ermöglichen hier Forschungsinfrastruktur auf international höchstem Niveau. Die Investitionen von rund 13 Millionen Euro in den Bau und weiteren rund sieben Millionen Euro in die Großgeräte sind ein klares Bekenntnis zu exzellenter Wissenschaft in Sachsen.“
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sieht Chemnitz in der Weltspitze: „Mit diesem Neubau und den beiden Elektronenmikroskopen rückt die TU Chemnitz auf dem Gebiet der Materialforschung wieder zur Weltspitze auf. Die anspruchsvollen technischen Besonderheiten, die das gesamte Ensemble bietet, gibt es an nur wenigen universitären Standorten. Neben den drei Fakultäten profitieren auch Partnereinrichtungen der Universität davon. Das trägt dazu bei, dass die TU Chemnitz weiter an Attraktivität für Spitzenforscherinnen und -forscher aus der ganzen Welt gewinnt. So stärken wir gleichzeitig die gesamte Wissenschaftsregion Südwestsachsen.«
Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Davon stammen 7,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere 5,7 Millionen Euro stellt der Freistaat Sachsen aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts bereit. Hinzu kommen rund sieben Millionen Euro für die Anschaffung der drei Großgeräte.
Mit dem Transmissionselektronenmikroskopiezentrum der Technischen Universität Chemnitz entsteht eine fakultätsübergreifende Plattform für Materialforschung, in der die Expertise aus verschiedenen Forschungsbereichen vereint ist.
Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 Professuren der Universität arbeiten hier gemeinsam daran, insbesondere die Kernkompetenz der TU Chemnitz im Bereich »Materialien und Intelligente Systeme« weiter auszubauen. Zugleich stärkt das Zentrum die internationale Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Chemnitz auf einem zukunftsweisenden Gebiet.
Die hochempfindlichen Transmissionselektronenmikroskope ermöglichen es den Forschenden, die Struktur und Eigenschaften von Materialien auf molekularer und atomarer Ebene zu untersuchen. Auf diese Weise lassen sich z.B. Materialschäden äußerst detailliert analysieren und belastbare Aussagen über die Beanspruchung und Lebensdauer von Bauteilen treffen.
Ergänzt wird die Infrastruktur durch eine Ionenfeinstrahlanlage, mit der sich nur wenige Nanometer dünne Materialproben präzise und teilautomatisiert herstellen lassen. Diese Proben bilden die Grundlage für vertiefte Materialanalysen in den beiden neuen Transmissionselektronenmikroskopen.
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