Saxore Bergbau verdreifacht Ressourcenschätzung
Freiberg / Gottesberg. Die Saxore Bergbau GmbH hat eine aktualisierte Ressourcenschätzung für ihr Explorationsprojekt Gottesberg (Ortsteil Tannenbergsthal, Vogtland) veröffentlicht. Die Ressourcenschätzung hat sich verdreifacht.
Demnach wurde die bisherige Zinn-Ressource von 6,7 Millionen Tonnen Erz mit rund 33.000 Tonnen Zinn auf nunmehr rund 37 Millionen Tonnen Erz mit etwa 90.900 Tonnen Zinn nahezu verdreifacht. Darüber hinaus weisen die neuen geologischen Modellierungen erstmals auch das Vorkommen weiterer strategisch relevanter Metalle aus. Neben Zinn wurden Kupfer, Wolfram, Wismut und Gallium als zusätzliche Explorationsziele identifiziert. Diese Metalle gelten in der Europäischen Union als kritisch, da sie für Schlüsseltechnologien der Energiewende, der Digitalisierung sowie für industrielle Anwendungen unverzichtbar sind und derzeit überwiegend aus geopolitisch sensiblen Regionen importiert werden.
Die Ressourcenschätzung erfolgte nach dem international anerkannten JORC-Standard und basiert sowohl auf neuen Daten aus dem unternehmenseigenen Explorationsprogramm als auch auf historischen Bergbaudaten aus sächsischen Archiven. Die deutliche Erhöhung der Ressourcenbasis ist das Ergebnis eines verbesserten geologischen Verständnisses der Lagerstätte sowie veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, insbesondere gestiegener Zinnpreise auf historisch hohem Niveau, so das Unternehmen. Raffinade-Zinn wird von der deutschen Rohstoffagentur (DERA) mit dem höchsten Risiko klassifiziert, d.h. Abhängigkeit von wenigen Lieferanten aus geopolitisch unsicheren Regionen.
„Die neuen Ergebnisse unterstreichen das erhebliche Potenzial von Gottesberg als bedeutenden Standort für kritische Metalle im Herzen Europas“, erklärt Matthias Faust, Geschäftsführer der Saxore Bergbau GmbH. „Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten wird es immer wichtiger zu wissen, welche Rohstoffpotenziale im eigenen Land vorhanden sind und wie sie im Bedarfsfall genutzt werden können.“ Seit Februar 2019 hält Saxore die bergrechtliche Erlaubnis nach § 7 BBergG zur Aufsuchung der Bodenschätze im Projektgebiet. Die aktuellen Ergebnisse bilden die Grundlage für eine vertiefte weitere Exploration. Die Saxore Bergbau GmbH mit Sitz in Freiberg entwickelt Explorations- und Bergbauprojekte zur nachhaltigen Gewinnung von Technologiemetallen in Sachsen.
Bereits heute zählt Gottesberg damit zu den größten unerschlossenen Zinnvorkommen innerhalb der 38 OECD-Staaten.
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