LEAG errichtet Batteriespeicher im sächsischen Boxberg
Cottbus. Die LEAG Clean Power GmbH plant einen Batteriespeicher am Standort Boxberg. Wo vor einem Jahr drei Kühltürmen des Altkraftwerkes gesprengt worden waren, soll jetzt die GigaBattery Boxberg 400 errichtet werden.
Gemeinsam mit der HyperStrong International (Germany) GmbH, einem Tochterunternehmen der Beijing HyperStrong Technology Co., LTD, wurde dafür in Cottbus ein umfangreicher EPC-Vertrag unterzeichnet.
Mit 400 Megawatt Anschlussleistung und 1.600 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität setzt das gemeinsame Vorhaben Maßstäbe bei der Stabilisierung des Stromnetzes und der effizienten Nutzung Erneuerbarer Energien durch moderne Batteriespeichertechnologie. Die gespeicherte Energiemenge der GigaBattery Boxberg 400 kann den Stromverbrauch von etwa 640.000 Haushalten für vier Stunden decken.
„Das Vorhaben ist ein weiterer Meilenstein beim Aufbau unserer GigawattFactory und wird einen entscheidenden Beitrag zur sicheren und nachhaltigen Energieversorgung von morgen leisten“, sagt Adi Roesch, CEO der LEAG-Gruppe. „Jänschwalde in Brandenburg und Boxberg in Sachsen werden die ersten GigaBattery-Standorte der Zukunft. Im Verbund mit dem Ausbau unserer erneuerbaren Stromerzeugung und geplanten wasserstofffähigen Gaskraftwerken bilden sie das Herzstück der GigawattFactory. Damit leiten wir eine Investitionsoffensive ein, die unser Energiesystem unabhängiger von natürlichen Schwankungen erneuerbarer Quellen macht und uns ermöglicht, Sonnen- und Windkraft effizienter zu nutzen. Wir freuen uns, mit HyperStrong International einen verlässlichen und starken Partner gefunden zu haben, mit dem wir praktische Lösungen für die großen Herausforderungen der Energiewende schaffen können.“
Die Zusammenarbeit umfasst die Lieferung der Batteriesysteme mit Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen, die Systemintegration der elektrotechnischen Anlagen und die Errichtung des Speichers. Die GigaBattery in Boxberg wird das 4-Stunden-Energiespeichersystem von HyperStrong einsetzen, das auf dem bewährten Produkt HyperBlock III basiert, einem in der Praxis erprobten Speichersystem für den industriellen Einsatz. Es ist für einen stabilen Betrieb unter verschiedenen klimatischen Bedingungen ausgelegt. Das System kombiniert Flüssigkeitskühlung, intelligentes Energiemanagement und höchste Sicherheitsstandards. Es eignet sich daher ideal für flexible Anwendungen im volatilen europäischen Energiemarkt. Die Lieferung der Gasisolierten Schaltanlage (GIS) zum Anschluss an das 380 kV Netz wird Siemens Energy übernehmen.
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