IGBCE: GSK will Impfstoffwerk Dresden schließen
Dresden. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline – GSK – will sein traditionsreiches Impfstoffwerk in Dresden schließen. Die 641 Beschäftigten wurden über die Pläne informiert. Bis 2028 stehen ihre Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Betriebsrat und IGBCE lehnen die Schließungspläne ab und kündigen entschiedenen Widerstand an.GSK-Impfstoffwerk Dresden produziert seit Jahrzehnten Impfstoffe für den Weltmarkt, darunter saisonale und pandemische Grippeimpfstoffe. Mit der Schließung drohen Sachsen hoch qualifizierte Industriearbeitsplätze und Deutschland wichtige pharmazeutische Produktionskompetenz zu verlieren, so die Gewerkschaft IGBCE.
Die IGBCE fordert GSK auf, die Schließungspläne auszusetzen, die Entscheidungsgrundlagen offenzulegen und mit Betriebsrat und Gewerkschaft ernsthaft über Alternativen zu verhandeln.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter sagt: „Die Ankündigung des Unternehmens kommt für uns überraschend. Sachsen hat sich seit dem Start der Biotechnologie-Offensive im Jahr 2000 zu einer der dynamischsten Biotechnologie-Regionen Deutschlands entwickelt. GlaxoSmithKline Biologicals Dresden ist ein Standort mit langer Tradition, ein wichtiger Akteur der Life-Sciences-Branche und hat wesentlich zu ihrer positiven Entwicklung im Freistaat beigetragen.“ Die Staatsregierung wird nun das Gespräch mit der Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretern suchen, um die Gründe für die Entscheidung und mögliche Handlungsspielräume zu klären. Oberste Priorität haben für uns die Arbeitsplätze, die Wertschöpfung und die Innovationskraft im Freistaat. Denn mit der angekündigten Schließung droht Sachsen der Verlust von rund 650 hochqualifizierten Industriearbeitsplätzen. Zugleich steht wichtige pharmazeutische Produktionskompetenz in Deutschland auf dem Spiel.
Neben der Produktion saisonaler und pandemischer Grippe-Impfstoffe komplettiert die Formulierung und Abfüllung von Hepatitis-Impfstoffen das Portfolio des Dresdner Werkes, heißt es seitens des Unternehmens über das Werk.
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