Der Berliner Speckgürtel breitet sich in Brandenburg aus
Berlin. Das Phänomen des Berliner Speckgürtels ist bekannt. Nun aber bildet sich ein zweiter Ring um die Hauptstadt, wie das Amt für Statistik Berlin Brandenburg ermittelt hat. Dagegen kämpft der Rest Brandenburgs mit Überalterung.
Im so genannten Speckgürtel, in den Umlandgemeinden von Berlin, leben in 50 Gemeinden über eine Million Menschen. In dem nun gebildeten zweiten Ring um die Hauptstadt leben in 50 Gemeinden rund 240.000 Einwohner in Städten wie Fürstenwalde/Spree, Zossen oder Nauen. Im Rest Brandenburgs leben in ländlicher Umgebung etwa 1,3 Millionen Menschen.
Seit 2011 ist die Bevölkerungszahl im zweiten Ring bereits um 9,4 Prozent und im direkten Berliner Umland sogar um knapp 14 Prozent gestiegen. Im übrigen Brandenburg hingegen sank die Bevölkerung um 3,4 Prozent. Brandenburgweit werden jedoch im zweiten Ring verhältnismäßig die meisten Kinder geboren. Im Jahr 2023 war der Berliner Speckgürtel noch die jüngste Region Brandenburgs. Bis 2040 dürfte sich das laut Amt für Statistik Berlin Brandenburg ändern. Dann wird der zweite Ring mit 32,5 den höchsten Jugendquotienten aufweisen. Dagegen gilt: Je weiter es weg von Berlin geht, desto älter sind dort die Menschen. In ganz Brandenburg gibt es bei den Menschen zwischen 18 und 30 Jahren deutlich mehr Männer als Frauen.
Zusammenfassend kommen die Statistiker zu dem Schluss, dass der zweite Ring durch seine dynamische Bevölkerungsentwicklung und die höhere Geburtenrate bis 2040 gemeinsam mit dem Berliner Umland der „doppelten Speckgürtel“ Brandenburgs wird.
Newsletter
Immer die neuesten Nachrichten im Postfach.



