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Berlin und Dresden bei Green-Tech mit vorn

Published On: 18. Mai 2026Tags: , , , ,

Berlin. Rund 2.900 GreenTech-Startups arbeiten laut Green Tech Monitor 2026 in Deutschland. Im Osten sind Berlin und Dresden stark vertreten. Doch die Gründungsdynamik schwächelt, meldet der Startup-Verband. 

Dynamik herrscht noch im Energiebereich. Fast 700 Energie-Startups sind im GreenTech-Bereich aktiv. 107 wurden laut Green Tech Monitor des Startup-Verbands 2025 neugegründet. Der KI-Boom und die Debatte um eine sichere und resiliente Stromversorgung treiben die Entwicklung. Die Energie-Startups suchen nach Lösungen für die Erzeugung und Speicherung von Strom bis hin zum Netzmanagement. Die zweite große Säule sind Umwelttechnologien. 

Regionale Schwerpunkte der Green-Tech-Startups bilden die Metropolen Berlin, München und Hamburg. Berlin liegt mit 549 Green-Tech-Startups dabei weit vor München (222) und Hamburg (170). Dresden gehört mit 37 Startups zu den Top-Ten-Städten.

Auch unter den Bundesländern ist Berlin (549) nahezu gleichauf mit Bayern (567). Sachsen platziert sich an achter Stelle mit 99 Startups. Direkt dahinter liegt Brandenburg, wo 79 Green-Tech-Startups aktiv sind. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 35, in Thüringen 32. An vorletzter Stelle rangiert Sachsen-Anhalt mit 27 Startups, nur noch gefolgt vom Saarland. 

62 Prozent der GreenTechs werden hierzulande von Hochschulen unterstützt. Auch Kooperationen mit bestehenden Unternehmen sind beliebt, laut Erhebung gilt dies für 69 Prozent der Startups. Zwei Drittel der GreenTechs geben an, dass ihr Produkt aus wissenschaftlicher Forschung entstanden ist. Allerdings fließt zu wenig Geld in die Branche. Seit 2021 flossen in den USA rund 46 Milliarden Euro in Energie-Startups. Zum Vergleich sind es in Deutschland nur knapp sechs Milliarden Euro.

Als erfolgreiche Beispiele aus Ostdeutschland nennt der Startup-Verband das Dresdner Unternehmen Sunfire. Sunfire wurde 2010 in Dresden gegründet. Das Unternehmen entwickelt und produziert Elektrolyseure und ist damit Vorreiter bei der Erzeugung grünen Wasserstoffs im industriellen Maßstab. Sunfire arbeitet europaweit für Energieunternehmen, Raffinerien und Stahlproduzenten.

Ein weiteres Beispiel ist CYNiO. Die Ausgründung aus der Technischen Universität Bergakademie Freiberg hat in Bitterfeld-Wolfen eine Produktionsanlage für chemische Bausteine, den sogenannten Isocyanaten, errichtet. Die werden bisher mit dem giftigen Gas Phosgen hergestellt. Ein teuerer Prozess, der sich nur für die Industrie lohnt, die die Isocyanate in Kosmetik, Pharma- und Klebstoffen einsetzt. CYNiO will hingegen kleine Mengen ganz spezieller Isocyanate für die Wissenschaft zur Verfügung stellen. Dafür setzt das Unternehmen CO2 statt Phosgen ein. 

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