
Projekt-Team v.r.n.l.: Prof. Andreas Rietbrock (wissenschaftliche Co-Leitung), Dr. Katharina von Sturm (Projektkoordination), Johannes Wünsche (Kommunikation), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftliche Co-Leitung), Sarah Stötzner (Leitung Kommunikation)
Sachsen kämpft weiter um das Einstein-Teleskop
Dresden. Sachsen kommt im europäischen Wettbewerb um das Einstein-Teleskop deutlich voran. Für die mit Unterstützung von Bund und Land laufende umfassende Machbarkeitsstudie in der Lausitz wird ein eigenes Projektbüro eingerichtet.
Astroteilchenphysiker Prof. Christian Stegmann und Geophysiker Prof. Andreas Rietbrock haben als Doppelspitze jetzt offiziell die wissenschaftliche Leitung des im Aufbau befindlichen Teams, das bereits online präsent ist: www.einsteintelescope-lausitz.de
Prof. Stegmann und Prof. Rietbrock bewerten die Vorzüge die Lausitz: »Die Lausitz bietet mit ihrem stabilen Untergrund und dem geringen seismischen Rauschen sehr gute Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop, wie erste Messungen bestätigen. Zugleich steht die Region für Bergbaukompetenz und ihre wach-sende Stärke als Wissenschaftsregion. Mit einem starken Team verbinden wir das Projekt eng mit der Region und schaffen die Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Standortentscheidung.«
Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) prüft das sächsische Konsortium den Standort mit hoher Intensität. Ziel ist es, die Eignung der Lausitz als geeigneten Standort für das Einstein-Teleskop zu belegen. Das Team profitiert dabei von den langjährigen Erfahrungen aus dem Bergbau. Im Laufe des Jahres werden umfangreiche Daten zum Untergrund gesammelt und ausgewertet – denn für die hochsensible Forschungsinfrastruktur sind vor allem geologische und seismologische Voraussetzungen entscheidend. Und hier überzeugt die Lausitz: stabiles Granitgestein, dünne Besiedelung und sehr geringe Erdbebenaktivität bieten hervorragende Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop.
Maßstab für Sachsen ist die wissenschaftliche Exzellenz des Projekts: das Einstein-Teleskop soll den bestgeeigneten Standort in Europa bekommen. Neben den geologischen und seismologischen Voraussetzungen zählen dafür auch die Stärken der Forschungslandschaft. Mit der TU Dresden, dem Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA), der Bergakademie Freiberg (TU-BAF) und hoher technologischer Kompetenz verfügt der potenzielle Standort über herausragende Expertise in zahlreichen Schlüsselbereichen des Projekts.
Um die europäische Dimension des Projektes zu stärken, hat Sachsen bereits eine Kooperation mit Sardinien geschlossen. Beide Standorte wollen eng zusammenarbeiten und ihre Stärken bündeln – insbesondere für den Fall, dass das Einstein-Teleskop als zwei L-förmige Tunnel an zwei unterschiedlichen Standorten gebaut wird.
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