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BASF verlagert Berliner Jobs nach Asien

Published On: 11. Februar 2026Tags: , , ,

Berlin. Um den sich verändernden Anforderungen der BASF-Geschäfte noch besser gerecht zu werden, plant BASF Global Business Services, Finanz- und HR-Services in einem neuen globalen Hub in Indien zu bündeln. 

Tätigkeiten, die in unmittelbarer Nähe zu den Standorten erbracht werden müssen, bleiben weiterhin lokal oder regional verankert. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Transformation, die darauf abzielt, das Serviceportfolio zu schärfen, Standardisierung und Automatisierung weiter voranzutreiben und verstärkt kosteneffiziente Standorte zu nutzen.

 Dr. Dirk Elvermann, Finanzvorstand und Chief Digital Officer der BASF SE, sagt. „Die Bündelung von Services in globalen Hub-Strukturen soll ein zentraler Baustein für eine verlässliche interne Serviceerbringung sein und zugleich unsere langfristige Kostenwettbewerbsfähigkeit sichern.“

Die bestehenden regionalen Hubs in Berlin (Deutschland), Kuala Lumpur (Malaysia) und Montevideo (Uruguay) werden weiterhin Services erbringen, die sinnvoll auf regionaler Ebene gebündelt werden können.

Der BASF-Bereich Global Business Services beschäftigt rund 8.500 Mitarbeitende und erbringt Dienstleistungen für die Geschäfte des Unternehmens weltweit – aus mehreren Gesellschaften und drei regionalen Hubs (Berlin/Deutschland, Kuala Lumpur/Malaysia und Montevideo/Uruguay). Das Portfolio umfasst unter anderem Finanzwesen, Logistik, Human Resources, Kommunikation, Regulatory und Intellectual Property sowie Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Qualität (EHSQ).

In der Berliner Politik stößt die Entscheidung auf starke Kritik. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, äußert sich zu den Verlagerungsabsichten: „Die Ankündigung der BASF, wesentliche Teile ihrer Aktivitäten aus Berlin und damit aus Deutschland nach Indien zu verlagern und viele gute Arbeitsplätze am Standort abzubauen, nehme ich mit großer Sorge zur Kenntnis. Berlin hat sich über Jahrzehnte hinweg als verlässlicher, innovationsfreundlicher und stabiler Wirtschaftsstandort für die BASF erwiesen.“ Die Chemie-Gewerkschaft IGBCE kritisiert die angekündigte Verlagerung weiter Teile der BASF Services Europe von Berlin nach Indien ebenfalls scharf und kündigt Gegenmaßnahmen an.

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