KfW-Studie: Thüringens Mittelstand bei Ausbildung vorn
Berlin. Der ostdeutsche Mittelstand bildet im bundesweiten Vergleich weniger aus. Das liegt vor allem an der kleinteiligen Struktur der Betriebe in Ostdeutschland. Eine löbliche Ausnahme bildet Thüringen.
Laut einer Studie der KfW zeigt die Verteilung der ausbildenden Unternehmen in Deutschland große regionale Unterschiede. Im Zeitraum von 2021 bis 2024 lag der Anteil der ausbildenden Unternehmen in Bremen mit einem Anteil von 19,1 Prozent besonders hoch. Es folgen Schleswig-Holstein (14,1 Prozent) und Niedersachsen (14,0 Prozent). Ostdeutscher Spitzenreiter ist Thüringen Hier bilden mit 12,3 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen mehr Betriebe aus als im Bundesdurchschnitt. Bundesweites Schlusslicht ist Hamburg (6,5 Prozent), in Ostdeutschland belegt Brandenburg (7,7 Prozent) den letzten Rang.
Die Unterschiede erklären die Autoren mit den Strukturen des Mittelstands in den einzelnen Regionen. So gibt es in Ostdeutschland mehr Kleinstunternehmen ohne geeignete Ausbildungskapazitäten. Zudem hat der dortige Bevölkerungsrückgang auch zu einer geringeren Nachfrage nach Ausbildungsplätzen geführt. In Berlin (8,3 Prozent) dominieren Dienstleistungsunternehmen anstelle von Branchen mit hoher Ausbildungsquote wie dem Handwerk. Dennoch liegen auch Mecklenburg-Vorpommern (9,9 Prozent) und Sachsen (9,2 Prozent) auf Augenhöhe mit westdeutschen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Hessen. Sachsen-Anhalt schneidet mit 8,8 Prozent unterdurchschnittlich ab.
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