Erstes Net Zero Valley Europas in der Lausitz ausgewiesen
Cottbus. Rund eineinhalb Jahre nach dem Inkrafttreten des Net Zero Industry Acts hat Europa nun sein erstes Net Zero Valley und das befindet sich in der Lausitz. Es wird Modellregion für Netto Null Technologien.
Es handelt sich um sogenannte „saubere Technologien“ in vier ausgewählten Technologiefeldern (Batterie- und Speichertechnologien, Wasserstoff- und Stromnetztechnologien sowie Technologien zur Energieeffizienz und Sektorenkopplung). Sie nutzen dabei die Standortvorteile der Region, wie etablierte Kooperationen zwischen Wissenschaft, Forschung und Unternehmen, verfügbare Industrieflächen, leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und Qualifizierungsmöglichkeiten für Fachkräfte.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller zu der Entscheidung: „Das Net Zero Valley Lausitz ist ein weiterer wichtiger Baustein zur erfolgreichen Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz und für die Schaffung nachhaltiger industrieller Cluster, die zusätzliche Arbeitsplätze und Wertschöpfung in die Region bringen. Der Prozess ist zudem ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Länder Brandenburg und Sachsen gemeinsam die Herausforderungen des Kohleausstiegs bewältigen.“ Sein Amtskollege in Sachsen Dirk Panter ergänzt: „Die Region hat sich das Net Zero Valley mit großer Kraftanstrengung selbst erarbeitet und wir als Staatsregierung haben diesen Weg von Anfang an aktiv unterstützt. Mit der heutigen Ausweisung geben wir den Startschuss für die nächsten Schritte: gezielte Flächenentwicklung, Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Industrieansiedlungen und neue Wertschöpfung in Zukunftstechnologien.“
Die Europäische Kommission hat im Juni 2024 das Netto-Null-Industrie-Gesetz (NZIA – Net-Zero Industry Act) auf den Weg gebracht, das darauf abzielt, die Herstellung von Netto-Null-Technologien in der EU zu steigern, um bis 2030 mindestens 40 Prozent des jährlichen Bedarfs der EU an diesen strategischen Technologien zu decken.
Ziel der EU ist es, ihre Attraktivität als wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort durch schnellere Genehmigungsverfahren, gezieltere Aus- und Weiterbildung von und für Fachkräfte der Netto-Null-Technologien und einen besseren Marktzugang für Technologien „Made-in-Europe“ zu erhöhen. Insbesondere in sogenannten „Net-Zero-Valleys“ sollen dafür strukturell besonders günstige Voraussetzungen entstehen.
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