
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter in Indien
Sachsen vertieft Wirtschaftskontakte mit Indien
Dresden. Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter hat mit einer sächsischen Wirtschaftsdelegation den südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, das industrielle Herz Indiens, besucht.
Sachsens Unternehmen exportierten im vergangenen Jahr Waren im Wert 306,5 Millionen Euro in das mit mehr als 1,4 Milliarden Bewohnern bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Potenziale sind weitaus größer. „Indien ist ein Wachstumsmarkt für die nächsten Jahrzehnte. Mein Ziel ist es, dass sächsische Firmen davon profitieren und diese Chancen nutzen. Einige sind schon da, viele sind interessiert“, sagt Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Das Leipziger Unternehmen Bell Flavors & Fragrances EMEAI agiert bereits erfolgreich in Indien. Der indische Standort gilt als wichtiger Baustein im internationalen Netzwerk der Firma. Bell produziert Aromen und Duftstoffe, die speziell auf die Bedürfnisse des indischen Marktes zugeschnitten sind. Im Fokus stehen Anwendungen für Lebensmittel, Getränke, Kosmetik und Haushaltspflege.
Bell produziert in der Sonderwirtschaftszone Sri City im Nachbarbundesland Andhra Pradesh. Im größten Industriepark Südindiens, der an Tamil Nadu grenzt, sind über 200 meist internationale Unternehmen ansässig. Sie ist energieautark, hat eigene moderne Wohnsiedlungen, Schulen und Universitäten. Panter zeigte sich von der Dynamik beeindruckt: „In dieser Sonderwirtschaftszone wird darauf geachtet, dass Genehmigungen sehr schnell erteilt werden – zum Beispiel innerhalb von 21 Tagen. Von der Entscheidung, sich anzusiedeln, bis zum Produktionsstart vergehen hier oft weniger als 100 Tage. Das ist beispielhaft, und davon können wir uns durchaus etwas abschauen. Wir sind in Sachsen ebenfalls in der Lage, bei besonderen Projekten schnell zu handeln – aber wir müssen es schaffen, diese Geschwindigkeit auch als Standard zu etablieren.“
Die Reise machte deutlich, dass Sachsen und Tamil Nadu industriell geprägt, innovativ und exportstark sind. Beide Seiten können voneinander profitieren – sei es durch Technologietransfer, gemeinsame Ausbildungsinitiativen oder Investitionen. Dirk Panter abschließend: „Ich bin überzeugt: Indien kann für uns zu einem echten Partnerland werden – wirtschaftlich, politisch und menschlich. Entscheidend ist jetzt, dass wir die geknüpften Kontakte nutzen und in konkrete Kooperationen umsetzen.“
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