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Berliner Start-up Nox Mobility startet Nachtzug-Strecke

Published On: 25. September 2026Tags: ,

Berlin. Das Berliner Nachtzug-Start-up Nox Mobility nimmt im März 2027 Fahrt auf. Auf der InnoTrans in Berlin enthüllte das Unternehmen den ersten fertigen Waggon und öffnete gleichzeitig den Ticketverkauf. 

Ab dem 23. März 2027 fährt der Nachtzug zunächst dreimal pro Woche in jede Richtung zwischen Hamburg und München, mit Halt in Bremen und Augsburg. 

Nox Mobility wurde 2025 von Unternehmern mit Erfahrung in den Bereichen Bahn, Mobilitätsplattformen und Tech-Startups gegründet. Thibault Constant hat mit Simply Railway (600.000+ Abonnenten) eine der größten Eisenbahn-Communities Europas aufgebaut. Janek Smalla bringt operative Expertise von FlixTrain und Bolt mit. Artur Hasselbach war zuvor Mitgründer des Payment-Fintechs orderbird, das für über 140 Millionen Euro von Nexi übernommen wurde. 

Hamburg–München ist eine der meistgeflogenen Inlandsstrecken Deutschlands. 2024 hoben allein zwischen den beiden Städten mehr als 1,2 Millionen Fluggäste ab. Zum Auftakt steuert Nox Mobility also zwei der stärksten Wirtschaftsstandorte des Landes an. Mit Bremen und Augsburg nimmt er unterwegs zwei Städte mit, die im Fern- und im Flugverkehr bislang stiefmütterlich behandelt wurden.

Anfang desJahres hat Nox Mobility eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über zwei Millionen Euro abgeschlossen, um eine neue Generation von Nachtzügen mit vollständig privaten Räumen aufzubauen. Die Runde wurde vom Berliner Investor IBB Ventures angeführt mit Beteiligung des italienischen Investors Tommaso Lucca sowie Branchenexperten wie HomeToGo-Mitgründer Dr. Patrick Andrae. 

Das frische Kapital floss in den Teamaufbau, den Bau eines Mockups in Originalgröße sowie die Vorbereitung der ersten Strecken. Nachtzüge erleben gerade eine Renaissance – doch trotz wachsender Nachfrage und Rekordbuchungen auf beliebten Strecken schrumpft der Markt seit Jahrzehnten. Zwischen 2001 und 2019 sank die Zahl der wöchentlichen Nachtzugverbindungen in Europa von rund 1.200 auf etwa 450.

Während Passagiere bei herkömmlichen Nachtzügen Schlafabteile teilen, bekommt bei Nox Mobility jeder Reisende sein eigenes privates Zimmer mit Schlafplatz.

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