
Martin Polak, Senior Director bei Planet Labs, vor einer der Satellitenaufnahmen (Archivbild)
Planet Labs baut in Berlin Satelliten vom Typ Pelican
Berlin. Das US-Raumfahrtunternehmen Planet Labs wird in Berlin künftig Satelliten vom Typ Pelican bauen. Die ersten Satelliten sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. In der Fabrik sollen künftig bis zu 60 Satelliten im Jahr gefertigt werden.
Der erste Satellit soll im kommenden Jahr mit dem vierten Start von Isar Aerospace mit der Spectrum-Trägerrakete in den Orbit gebracht werden.
Planet Labs ist mit seiner Satellitenflotte einer der weltweit führenden Anbieter tagesaktueller Satellitendaten und betreibt das größte Netzwerk von Erdbeobachtungssatelliten. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in San Francisco, die europäische Zentrale mit 150 Mitarbeitenden in Berlin. Bis 2027 sollen rund 70 Stellen hinzukommen. Planet Labs ist eine Garagengründung dreier ehemaliger NASA-Wissenschaftler, mit dem Ziel Erdbeobachtungsdaten für öffentliche und private Kunden zur Verfügung zu stellen. Ein solches Projekt gab es mit der Rapid Eye AG Anfang der 2010er Jahre bereits in Berlin und Brandenburg an der Havel, das allerdings in wirtschaftliche Schieflage geriet und seit 2015 nun Teil der US-Firma Planet Labs ist.
Pelican ist ein Kleinsatellit, der zur Erdbeobachtung eingesetzt wird.. Er tastet die Erde in einer Streifenbreite von acht Kilometern ab. Die kommende Generation wird eine Auflösung von 30 Zentimetern und eine Streifenbreite von sechs Kilometern haben.
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