Ostdeutsche Kinos mit stabilem Geschäftsjahr 2025
Berlin. Mit 91,9 Millionen verkauften Tickets und 924 Millionen Euro Umsatz war das Kinojahr 2025 in Deutschland stärker als 2024. In Ostdeutschland bleibt der Bestand an Lichtspielhäusern stabil. Die meisten Kinos gibt es in Sachsen.
Von Matthias Salm
Wegen einer Umstellung der Berechnungslage sind die Zahlen für das Jahr 2025 nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, so die Filmförderungsanstalt in ihrer Auswertung. So war die Zahl der verkauften Tickets in Berlin rückläufig, da Autokinos, Open-Air-Spielstätten und Filmfestivals nicht berücksichtigt wurden. Das betraf vor allem die Tickets der Berlinale. Dennoch gingen an der Spree mit 8,06 Millionen Tickets die meisten Eintrittskarten über den Verkaufstresen. Es folgt Sachsen mit 4,40 Millionen. Lediglich in Berlin und Brandenburg war der Besuch 2025 rückläufig. Beim Umsatz konnten die Kinos aber in allen Bundesländern zulegen.
Der Zuwachs beim Umsatz reicht allerdings nicht, um gestiegene Energie- und Personalkosten aufzufangen. Trotz positiver Entwicklungen steht die Kinobranche weiterhin vor Herausforderungen durch steigende Betriebskosten und einem jährlichen Investitionsstau von 110 Millionen Euro bei der Modernisierung ihrer Standorte, meldet der Branchenverband HDF Kino. Die Besucherzahlen vor der Corona-Pandemie werden weiterhin nicht mehr erreicht.
Im Durchschnitt sind die Kinokarten in Sachsen-Anhalt am billigsten (9,65 Euro) und in Berlin am teuersten (10,31). Die meisten Kinos gibt es in Sachsen mit 91 und 240 Leinwänden. In Berlin laufen die Filme in 86 Kinos mit 265 Leinwänden. In Mecklenburg-Vorpommern (74 Kinos) und Brandenburg (ebenfalls 74) sind die Filmfans noch gut versorgt, in Thüringen (53 Kinos) und vor allem Sachsen-Anhalt (41 Kinos) sieht es hingegen eher mau aus.
Trotz der Konkurrenz der Streamingdienste werden in Ostdeutschland immer noch Kinosäle neu eröffnet oder gebaut. So etwa das Erfurter Programmkino am Hirschlachufer, das zwei neue Säle baut. Im Leipziger Cinestar entstand ein neuer so genannter IMAX-Saal mit 200 Quadratmeter-Leinwand und spezieller Technik.Nach einer 18-monatigen Generalsanierung öffnet auch das berühmte Kino International an der Berliner Karl-Marx-Allee mit einem Pre-Opening ab 26. Februar 2026 wieder seine Türen. Das Kino International ist eines der bedeutendsten Premierenkinos Deutschlands.
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