
OSV Verbandsgeschäftsführer Markus Rück und Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des OSV.
Ostdeutsche Sparkassen bleiben auf Kurs
Berlin. Die 43 Sparkassen im Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) haben das Jahr 2025 unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen. Der Gesamtkreditbestand stieg auf 83,1 Milliarden Euro.
Insgesamt sagten die Sparkassen 12,1 Milliarden Euro neue Kredite zu (2025: +12,6 Prozent). Die Neukredite an Privatkunden wuchsen um 18,7 Prozent, die Zusagen an Unternehmen und Selbständige legten nach dem Rückgang 2024 wieder um 9,5 Prozent zu. Stark entwickelten sich die Kredite für Wohneigentum mit Zusagen von 6,2 Milliarden Euro.
Der Einlagenbestand wuchs um 3,1 Milliarden Euro auf 137,3 Milliarden Euro. Verzinsliche Spareinlagen gingen um 604,6 Millionen Euro zurück, während Termingelder und Sparkassen-Eigenemissionen stark nachgefragt waren.
Der OSV und seine Mitgliedssparkassen engagierten sich 2025 direkt oder über ihre 78 Stiftungen mit mehr als 58,4 Millionen Euro für Sport, Kultur, Jugend, Soziales, Umwelt und Forschung – 1,9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Das Betriebsergebnis abzüglich eines Gesamtaufwands in Höhe von 2,3 Milliarden Euro lag vor Bewertung bei 2,3 Milliarden Euro. Nach Risikovorsorge lag das Ergebnis vor Steuern bei 911,3 Millionen Euro. Die Sparkassen führen davon voraussichtlich 612,1 Millionen Euro Steuern ab. Damit beträgt das Jahresergebnis rund 299,2 Millionen Euro und stärkt das Eigenkapital der 43 OSV-Sparkassen, das sie als einzige Kreditinstitute ausschließlich selbst erwirtschaften müssen.
Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des OSV. Und Verbandsgeschäftsführer Markus Rück stellten zudem Ergebnisse des Sparkassen Vermögensbarometer vor. So sorgen sich 31 Prozent der Menschen in Ostdeutschland vor Armut im Alter. Gleichzeitig geben aber nur 48 Prozent an, dass sie regelmäßig sparen können. Die Sparkassen setzen hier gezielt an – mit Beratungsangeboten und finanziellen Bildungsmaßnahmen.
Gleichzeitig braucht es mehr Bewusstsein für private Vorsorge als zusätzliches Standbein zur gesetzlichen Rente. „Die geplante Frühstartrente ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Weskamp. Allerdings haben 65 Prozent der Ostdeutschen noch nie Wertpapiere besessen. „Hier werden wir mehr für das Thema sensibilisieren. Denn schon kleine Beträge in Sparplänen für Fonds oder ETFs können langfristig viel bewirken.“
Die ostdeutschen Sparkassen bleiben regional verwurzelt. An 1.435 Standorten – darunter 975 Filialen und 460 SB-Filialen – sind die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt präsent.
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