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Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Fraunhofer-Gesellschaft.

Fraunhofer forscht in Löbau zu Sicherheit und Verteidigung

Published On: 5. Februar 2026Tags: , , , , ,

Löbau. Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich verändert. Es bedarf eines Ausbaus der Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Deshalb eröffnet Fraunhofer FKIE in Löbau ein Joint Research & Testing Lab.

Das Fraunhofer-Institut Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE eröffnet in Löbau ein Joint Research & Testing Lab mit den Handlungsfeldern »Software Defined Defence«, »Cybersicherheit und Resilienz« und »Transformation«.

Mit rund zehn Millionen Euro aus dem STARK-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags wird das für vier Jahre angelegte Projekt des Innovationsstandorts in Löbau unterstützt. STARK steht für »Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten« und soll den Transformationsprozess in den Kohleregionen zur Strukturstärkung fördern.

Für die Fraunhofer-Gesellschaft hat die Sicherheits- und Verteidigungsforschung längst höchste Priorität: „Die Herausforderungen in punkto Sicherheit sind zunehmend komplex – daher brauchen wir ganzheitliche und zukunftsorientierte Lösungen. Um unsere Sicherheit nachhaltig gewährleisten zu können, sind gezielte Forschung sowie der Einsatz innovativer Technologien von zentraler Bedeutung. Innovationen sind der Schlüssel zur Resilienz. Fraunhofer leistet hierzu einen zentralen Beitrag“, sagt Professor Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Als Mitglied des »Innovationsbeirates Sachsen« berät er zudem den Freistaat und Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Blick auf Innovationsstrategien und Zukunftsfähigkeit. Gleichzeitig gehört Professor Hanselka dem von Bundeskanzler Friedrich Merz initiierten »Strategiekreis für Technologie und Innovation« an, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Potenziale aus wissenschaftlicher Forschung und unternehmerischer Entwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts sowie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit zu fördern.

Mit dem Joint Research & Testing Lab des Fraunhofer FKIE sollen neue technologische und sozioökonomische Fähigkeiten entlang der Handlungsfelder »Software Defined Defence«, »Cybersicherheit und Resilienz« und »Transformation« entwickelt werden. „Hierbei verfolgen wir das Ziel, wirtschafts- und industrienah zu agieren und schnell anwendbare Lösungen zu liefern, um gemäß dem Fraunhofer-Modell, den Transfer in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie in die IT-Wirtschaft zu leisten“, erläutert Professor Christoph Igel, stellvertretender FKIE-Institutsleiter und zuständig für die FKIE-Aktivitäten in Mittel- und Ostdeutschland. „Gleichzeitig nutzen wir Synergien, Netzwerke und Potenziale, die sich aus der intensiven Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen ergeben. Das stärkt den Freistaat als Forschungsstandort und die Region Oberlausitz innerhalb des Strukturwandels“, so Professor Igel.

Mit den Handlungsfeldern »Software Defined Defence« und »Cybersicherheit und Resilienz« setzt das Fraunhofer FKIE auf Themen, die bereits zu den Forschungsschwerpunkten des Wachtberger Verteidigungsinstituts gehören und deren Bedeutung eine entscheidende Rolle für die zukünftige Sicherheits- und Verteidigungsstruktur in Deutschland spielt.

Mit rund 650 Mitarbeitenden zählt das Fraunhofer FKIE mit Hauptsitz in Wachtberg und weiteren Standorten in Bonn, Aachen und Leipzig zu den führenden Instituten für Verteidigungsforschung in Deutschland. Thematisch richtet sich sein Fokus am Standort Leipzig auf die Gebiete »Software Defined Defence« und »Landbasierte Operationen«. 

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