Positive Bilanz der Sächsischen Binnenhäfen im Jahr 2025
Dresden. Trotz der weiterhin angespannten Wirtschaftslage in Deutschland und Europa zieht die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) eine positive Bilanz für die sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau im Jahr 2025
In den drei sächsischen Häfen steigerte die Hafengesellschaft ihren Güterumschlag um 4,27 Prozent. Die Umschlagmengen der in den Häfen ansässigen Unternehmen entwickelten sich stabil und lagen trotz der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres. In den tschechischen Häfen Decin und Lovosice kam es infolge mehrfacher längerfristiger Gleissperrungen an der deutsch-tschechischen Grenze sowie der bis August andauernden Arbeiten zur Beräumung der eingestürzten Carolabrücke zu einem Umschlagrückgang von etwa 9 Prozent. Insgesamt wurden im SBO-Hafenverbund 2,53 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.
Der Schienengüterverkehr des Hafenverbundes setzte seinen positiven Trend fort. Der Eisenbahngüterumschlag stieg um 1,85 Prozent auf 1,23 Millionen Tonnen und übertraf damit sogar das sehr gute Vorjahresergebnis, das zu den besten in der Geschichte des Hafenverbundes zählte. Umgeschlagen wurden vor allem Trailer, Holzprodukte, Schrott, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel und Salz.
Ein starkes Signal für die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Transportlösungen setzte der TrailerPort im Alberthafen Dresden. Im Jahr 2025 wurden hier 26.817 Trailer (LKW-Sattelauflieger) mit einem Gesamtvolumen von mehr als 667.000 Tonnen von der Straße auf die Schiene verladen.
Positiv entwickelte sich auch der Containerumschlag im Hafen Riesa. Insgesamt wurden 26.763 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 1,47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit Blick in die Zukunft setzt die SBO am Standort Riesa ein klares Investitionssignal: Bis 2028 ist der Bau eines neuen trimodalen Terminals für den kombinierten Verkehr auf der Südseite des Hafens vorgesehen. Geplant sind sechs Ladegleise für den Schienengüterverkehr, Containerumschlag- und Abstellflächen, zwei Containervollportalkräne für den Umschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und LKW sowie Straßenanbindungen für den LKW-Zubringerverkehr.
Trotz eines leichten Umsatzrückgangs wird die SBO das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis abschließen und damit ihre wirtschaftlichen Zielsetzungen erreichen.
Eine besondere Herausforderung stellte im Jahr 2025 die Situation der Binnenschifffahrt auf der Oberelbe dar. Die bis August andauernde Beräumung der eingestürzten Carolabrücke und das anschließende Niedrigwasser führten zu erheblichen Einschränkungen des Schiffsverkehrs. Zusätzlich verschärfte sich die bereits angespannte Verfügbarkeit von Schiffsraum auf der Oberelbe. Der Güterumschlag per Binnenschiff sank dadurch auf rund 13.000 Tonnen. Besonders stark betroffen waren die tschechischen Häfen Decin und Lovosice, in denen nahezu kein Schiffsumschlag möglich war. Diese Entwicklungen bremsten das Jahresergebnis des Hafenverbundes und verdeutlichen zugleich die Bedeutung leistungsfähiger Alternativen im kombinierten Verkehr.
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