Bund investiert in das ostdeutsche Schienennetz
Berlin. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Finanzierungsvereinbarungen für Schienenprojekte im Gesamtumfang von 2,5 Milliarden Euro bekanntgegeben. Davon profitiert auch Ostdeutschland.
So hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) Investitionen in Höhe von knapp 200 Millionen Euro zur Ertüchtigung und zum Ausbau des Eisenbahnknotens Zwickau freigegeben. Mit der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung ist der Weg für die bauliche Umsetzung durch die DB InfraGO AG und die DB Energie GmbH frei.
Konkret wird die Strecke zwischen Zwickau-Mosel und Lichtentanne modernisiert und ausgebaut. Im Bereich des Zwickauer Hauptbahnhofs werden u.a. der Spurplan neu geordnet, Eisenbahnüberführungen ertüchtigt und die veraltete Leit- und Sicherungstechnik auf den neusten Stand gebracht. So kann der Taktknoten optimiert und für das Konzept des Deutschlandtakts fit gemacht werden. Der Baubeginn soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2028 erfolgen. Die Maßnahme ist Teil Bedarfsplanvorhabens „ABS Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg – Leipzig/Dresden“ (Sachsenmagistrale), das zum überwiegenden Teil bereits fertiggestellt werden konnte.
Rund 339 Millionen Euro werden zum Ausbau von Strecken und Bahnhöfen in den ehemaligen Kohlerevieren auf den Weg gebracht. Unterzeichnet wurden Finanzierungsvereinbarungen zur Umsetzung des Ausbaus vom Bahnhof Cottbus im Lausitzer Revier und des Bahnhofs Leuna-Werke Nord im Mitteldeutschen Revier mit einem Gesamtvolumen von über 111 Millionen Euro.
Daneben wurde die bestehende Planungsvereinbarung um die Bahnhöfe Bischdorf, Eisenhüttenstadt und Königs Wusterhausen (Südkopf) sowie um die Strecke Cottbus – Guben – Grünberg erweitert und bereits laufende Planungen und Umsetzungen vieler anderer Vorhaben in den Kohleregionen fortgeschrieben.
Am Bahnhof Cottbus werden im Bereich Cottbus Nord zusätzliche Gleise für den Güterverkehr errichtet. Südlich der Streckengleise des Bahnhofes Cottbus werden im Rahmen des Ausbaus der Strecke Lübbenau – Cottbus Abstellgleise für den geplanten Verkehrszuwachs erweitert.
Die Station Leuna-Werke Nord, aufgrund ihrer Lage im Werksgelände derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, wird räumlich verlegt und als moderne Verkehrsstation den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leuna bessere Verbindungen in Richtung Merseburg/Halle (Salle) und Naumburg (Saale) ermöglichen.
Am Bahnhof Bischdorf sollen 740 m-Züge des Schienengüterverkehrs auf der Relation Berlin – Senftenberg im Tageszeitraum ermöglicht werden. Des Weiteren erfolgt die Anpassung der Schieneninfrastruktur an bestehende Kundenbedürfnisse.
Am Bahnhof Eisenhüttenstadt sollen die Abstellkapazitäten für den Schienenpersonennahverkehr auf dem Korridor Frankfurt (Oder) – Cottbus erhöht werden.
Am Südkopf des Bahnhofs Königs Wusterhausen soll ein 740 m-Gleis und der Spurplan für die flexiblere Steuerung des Güterverkehrs ausgebaut werden.
Auf dem deutschen Teil der Strecke Guben – Grenze D/PL – Grünberg (Zielona Góra) sollen die Voraussetzungen für den elektrischen grenzüberschreitenden Verkehr nach Polen geschaffen werden.
Im Rahmen des Programms „Elektrische Güterbahnen“ ist auch die Elektrifizierung der rund 19 km langen Strecke zwischen Gerstungen und Heimboldshausen vorgesehen.
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